Feuerwehr Raddusch

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100 Jahre Feuerwehr Raddusch und Stadtfeuerwehrtag am 24.05.08

Festumzug
Ehrenscheibe 2008
Ehrenschützenscheibe anlässlich 100 Jahre Feuerwehr - ersteigert von Kamerad Helmut Rattay (Gestaltung: Detlef Krüger, Raddusch)
histor. Feuerwehr

 

Riesenjubel bei der Radduscher Jugendfeuerwehr! Unter der Leitung von Kay Werban siegten die unter 14-Jährigen im Wettkampf „Löschangriff nass“ und machte damit der Radduscher Wehr wohl das schönste Geschenk anlässlich deren 100. Gründungsjubiläums. Das Team mit Franziska Liebig (11) und Isabell Werban (11) an den C-Rohren, spritzte in 27,52 Sekunden je eine Flasche aus 5 Meter Entfernung vom Pfahl, zuvor mussten noch 90 Meter Schlauch möglichst schnell ausgelegt und an eine Pumpe angeschlossen werden. In der Jugend über 14 schaffte das Gahlen in 24,76 Sekunden und stellte damit die schnellste Feuerwehrgruppe im Stadtbereich Vetschau, denn  die siegreichen Frauen aus Missen und die Männer aus Gahlen brauchten ein wenig mehr Zeit, um die sandgefüllte Flasche vom Pfahl zu holen.
Diese Wettkämpfe fanden im Rahmen des 5. Vetschauer Stadtfeuerwehrtages auf dem Radduscher Sportplatz statt. Eröffnet wurden die Wettkämpfe nach einem großem Umzug der Feuerwehren durch das Dorf, eingerahmt in die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100. Bestehen der Radduscher Wehr. Gisbert Choschzick (50) steht ihr seit 23 Jahren vor und ist somit der Dienstälteste Wehrleiter. „Wie man hört, zeichnen Stabilität, Konsequenz und Autorität die Wehrführung unter Gisbert Choschzick aus. Es besteht der richtige Draht zwischen Wehrführung und Mannschaft“, so Manfred Mrose, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes OSL in seiner Begrüßungsrede. Bürgermeister Axel Müller war sichtlich beeindruckt von den vielen Jugendlichen die in den Ortsfeuerwehren ganz engagiert und zuverlässig mitwirken. „Offensichtlich tut ihnen diese Form der Integration in das dörfliche Leben gut, es macht ihnen Spaß, sich in diese Organisationen einzubringen.“ Zuschauer Dr. Edgar Tumuscheit (56), ein Berliner Kinder- und Jugendpsychologe und eigentlich nur zufällig im Spreewald, war ebenfalls begeistert: „Hier stimmen noch die Strukturen, hier scheint jeder jeden zu kennen, das wirkt wie eine moralische Verpflichtung. Bei uns versinkt zu vieles in der Anonymität der Großstadt.“
Inzwischen hatte Gisbert Choschzick zahlreiche Gratulationen und Geschenke entgegen zunehmen, viele hatten wohl etwas mit der 100 zu tun, wie man aus den übergegeben Briefumschlägen schließen könnte. Ortsbürgermeister Ulrich Lagemann übergab eine Chronik „100 Jahre Feuerwehr Raddusch“, die Ortschronist Manfred Kliche erstellt hatte sowie eine Bröschüre und eine DVD die von der Kinder- und Jugendprojektgruppe „Zeitensprünge“ zur Entwicklung der Feuerwehrlöschtechnik erarbeitet wurde. Jürgen Kolosser fertigte in monatelanger Arbeit  das Modell eines Spreewaldkahns mit einer Handfeuerspritze aus den Zwanzigern. Wehrleiter Choschzick wiederum bedankte sich in der Form, dass er fünf Radduscher zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr ernannte: Rudi Noack, August Nousch, Willy Wassermann, Fritz Konzack und Karl Koschmann.Löschkahn